Inhaltszusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die eingehende Analyse und den
Vergleich des osteogenen Differenzierungspotenzials humaner Periostzellen
(hPDCs) aus der Mandibula und der Fibula in einer 3D Kultur. Diese Zelltypen
wurden als repräsentativ für Periostzellen unterschiedlichen embryonalen Ursprungs
und damit einhergehender Ossifikationswege betrachtet. Das Hauptziel bestand
darin, herauszufinden, welche Quelle von hPDCs sich am besten für die innovative
Wege der Knochenregeneration eignet, insbesondere im Kontext des Tissue
Engineerings.
Insgesamt sprechen unsere Ergebnisse für eine potenzielle Überlegenheit der
Fibula-hPDCs gegenüber den Mandibula-hPDCs. Obwohl einige frühere Studien
darauf hindeuteten, dass die Mandibula aufgrund ihres neuralen Ursprungs und der
desmalen Ossifikation als bevorzugte Quelle für Periostzellen angesehen werden
sollte, unterstützen die Ergebnisse dieser Arbeit diese Annahme nicht. Insbesondere
zeigten die Fibula-hPDCs eine Tendenz zu einer verstärkten osteogenen
Differenzierung und Genexpression von osteogenen Markern im Vergleich zu den
Mandibula-hPDCs.
Als Schlussfolgerung bleibt festzuhalten, dass in Anbetracht der vielversprechenden
Ergebnisse mit den Periostzellen der Fibula trotz des klinisch erhöhten
Entnahmeaufwands weitere Forschungen mit dieser Zellquelle durchgeführt werden
sollten, um die zugrunde liegenden Mechanismen und Signalwege besser zu
verstehen, die die osteogene Differenzierung und Funktion von hPDCs beeinflussen.
Angesichts der Komplexität der Knochenregeneration und der vielfältigen
Einflussfaktoren des Tissue Engineerings ist es von entscheidender Bedeutung, mit
weiteren Untersuchungen das BTE zu optimieren.