Mutationsspezifische Sequenzierung krebsassoziierter Gene in tief infiltrierender und oberflächlicher Endometriose

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dc.contributor.advisor Kommoss, Stefan (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Praetorius, Teresa Henriette
dc.date.accessioned 2026-03-02T14:31:06Z
dc.date.available 2026-03-02T14:31:06Z
dc.date.issued 2026-03-02
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/176229
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1762294 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-117554
dc.description.abstract Endometriose ist eine häufige, chronisch-entzündliche, östrogenabhängige Erkrankung, die etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Trotz ihrer weiten Verbreitung und der signifikanten Beeinträchtigung der Lebensqualität vieler Patientinnen sind viele Aspekte ihrer Pathogenese ungeklärt. Bemerkenswert ist, dass Endometriose tumorähnliche Eigenschaften wie Invasion, Apoptoseresistenz und Neoangiogenese aufweist. Frühere Studien konnten bereits krebsassoziierte Mutationen in Endometrioseläsionen nachweisen was Fragen nach deren Bedeutung für Krankheitsverlauf und -entstehung aufwirft. Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, ob krebsassoziierte somatische Mutationen in verschiedenen Typen von Endometrioseläsionen (tief infiltrierend , oberflächlich, Endometriome) nachweisbar sind (Hypothese 1) und ob identische Mutationen in mehreren anatomisch getrennten Läsionen derselben Patientin vorkommen (Hypothese 2). Aus dem Zeitraum 2005–2017 wurden 27 geeignete Patientinnen mit mindestens zwei anatomisch getrennten Endometrioseläsionen identifiziert. Insgesamt wurden 73 Läsionen untersucht. Die Analyse umfasste: DNA-Extraktion und -Sequenzierung mittels Next-Generation Sequencing, orthogonale Validierung durch digital droplet PCR und immunhistochemische Färbungen. In 13 von 27 Fällen (48 %) konnten Mutationen in krebsassoziierten Genen nachgewiesen werden. Es wurden Mutationen in allen drei Endometriosetypen gefunden, mit vergleichbarer Häufigkeit (47 % in OMA, 52 % in TIE/EM). Besonders häufig betroffen war das PIK3CA-Gen (39 % der Mutationen). In 9 Fällen wurden identische Mutationen in mehreren anatomisch getrennten Läsionen gefunden, was klonale Beziehungen nahelegt. Davon zeigten 6 Fälle komplexe klonale Muster mit mehreren, teilweise redundanten Mutationen innerhalb eines Gens. Die Ergebnisse bestätigen beide Hypothesen. Die Mutationen sind nicht auf einen bestimmten Endometriosetyp beschränkt, sondern kommen in verschiedenen Läsionen derselben Patientin vor. Die in dieser Arbeit erhobenen Daten stützen die Theorie, dass eine gemeinsame Zellvorläuferpopulation existiert, die sich über auch metastatische Dissemination im Körper verteilt. Die alleinige Mutationslast einer Endometrioseläsion scheint jedoch nicht ausschlaggebend für das Infiltrationsmuster oder das Entartungsrisiko zu sein. Vielmehr könnten Mikroumgebung, immunologische und epigenetische Faktoren eine zentrale Rolle spielen. Die Arbeit liefert wichtige Hinweise zur molekularen Heterogenität von Endometrioseläsionen und legt nahe, dass identische genetische Alterationen unabhängig vom anatomischen Ort und Läsionstyp auftreten können. Die Ergebnisse stützen die Vorstellung einer Dissemination von Endometriosezellen ähnlich einer Metastasierung und eröffnen neue Forschungsansätze zur Ätiopathogenese von Endometriose. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Endometriose de_DE
dc.subject.other krebsassoziierte Mutationen de_DE
dc.subject.other Dissemination de_DE
dc.title Mutationsspezifische Sequenzierung krebsassoziierter Gene in tief infiltrierender und oberflächlicher Endometriose de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2026-01-28
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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