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dc.contributor.author Hägele, Ulrich
dc.date.accessioned 2026-02-27T10:42:49Z
dc.date.available 2026-02-27T10:42:49Z
dc.date.created 2025-11-28
dc.date.issued 2026-02-15
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/176210
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-117535
dc.description.abstract Die KI und die Kunst dieses Begriffspaar ist gegenwärtig in den Schlagzeilen der Feuilletons ziemlich präsent. Nicht erst seit ChatGPT generiert die sogenannte 'Artifizielle Intelligenz' Malerei, Graphik und Plastik. Die Preise, die für diese Kunstwerke bezahlt werden, erstaunen. Im November 2024 erzielte ein mit KI gemaltes Bild bei Sotheby's in London 1,2 Millionen Euro. Zu sehen auf dem über zwei Meter großen Werk mit dem Titel AI-God ist der Mathematiker Alan Turing. 'Gemalt' hat es eine humanoide Roboterkünstlerin. Turing gilt als Computer-Pionier. Er war während des Zweiten Weltkrieges maßgeblich an der Entschlüsselung der deutschen Enigma-Chiffriermaschine beteiligt. Fortan waren die Funksprüche aus den deutschen U-Booten nicht mehr geheim. Turing lieferte einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie. Zudem griff er bereits in seiner 1950 veröffentlichten Arbeit "Computing machinery and intelligence" die Problematik Künstlicher Intelligenz auf und schlug einen "Turing-Test" als Kriterium vor, ob eine Maschine dem Menschen vergleichbar denkfähig ist. Die moderne Computerkunst geht in das Jahr 1963 zurück. Genau in diesem Jahr schufen drei Wissenschaftler weitgehend unabhängig von einander die ersten, mit Computerprogrammen generierten und dann ausgedruckten Grafiken. Die ersten Ausstellungen fanden 1965 statt: Im Februar die des Informatikers und Grafikers Georg Nees (1926-2016) in der Studiengalerie der Technischen Hochschule Stuttgart. Sodann im April die Schau von A. Michael Noll (geb. 1939) in der Howard Wise Gallery in New York und schließlich im November 1965 die Ausstellung von Frieder Nake in der Galerie des Stuttgarter Buchhändlers Wendelin Niedlich. Frieder Nake, Jahrgang 1938, damals 26 Jahre alt, war vor allem von dem in Stuttgart lehrenden Philosophen Max Bense (1910-1990) beeinflusst. Der hatte über die Quantenmechanik und die Daseinsrelativität gearbeitet und gegen die rassistisch motivierte, gegen jüdische Forscher gerichtete "Deutsche Physik" des NS-Staates opponiert, indem er die Relativitätstheorie Albert Einsteins verteidigte. Frieder Nakes Lehrer und Mentor in Stuttgart war der österreichische Professor für Informatik Walter Knödel (1926-2018), der 1961 auf den Lehrstuhl für Instrumentelle Mathematik an der Technischen Hochschule in Stuttgart berufen worden war. Knödel hatte 1961 das erste deutschsprachige Lehrbuch für Computerprogrammierung geschrieben. Frieder Nake ist seit 1972 Professor für Graphische Datenverarbeitung und interaktive Systeme an der damals neu gegründeten Universität Bremen. Eines seiner zentralen Werke trägt den Titel "Ästhetik als Informationsverarbeitung". de_DE
dc.format.extent 01:00:00 de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.subject.classification Computerkunst de_DE
dc.title Gespräch mit dem Pionier der Computerkunst Frieder Nake de_DE
ubtrd.archiv.archivar uh de_DE
ubtrd.archiv.archivcode UB-Server de_DE
ubtrd.archiv.archivnr 678 de_DE
ubtrd.sendung.cdtracks 01 Lejaren Hiller – Quartett (1956) de_DE
ubtrd.sendung.form Live-Aufzeichnung, geschnitten de_DE
ubtrd.sendung.freigabe alle Rechte de_DE
ubtrd.datum.indexdatum 2026-02-15
ubtrd.sendung.klassifikation Kunst de_DE
ubtrd.sendung.lagerort Radio Micro-Europa de_DE
ubtrd.sendung.manuskripte keine de_DE
ubtrd.sendung.persnameort Prof. Dr. Frieder Nake de_DE
ubtrd.sendung.programmplatz Microeuropa de_DE
ubtrd.sendung.proprietary RME de_DE
ubtrd.datum.textweitere 2026-02-20
ubtrd.personen.technik Lauble, Selina
ubtrd.personen.redaktion Jagsch, Paula
ubtrd.personen.moderation Hägele, Ulrich


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