Retrospektive Auswertung des R1-/ Nachresektionsanteils bei intraoperativer Ausmessung des Zielvolumens mittels Ultraschall durch einen Operateur (Ultraschall-assistierte Tumorchirurgie) im Rahmen der brusterhaltenden Therapie bei Mammakarzinom (MAC 004)

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182457
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1824571
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123771
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-08-21
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Hahn, Markus (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-06-23
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Senologie , Gynäkologie , Brustkrebs , Ultraschall
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Zielsetzung Der intraoperative Ultraschall (IOUS) stellt in der chirurgischen Therapie von sonographisch sichtbaren Mammakarzinomen eine Möglichkeit zur Reduktion des R1-Anteils bei brusterhaltenden Tumorresektionen dar. Aufgrund der fehlenden Standardisierung des IOUS war das Ziel der vorliegenden Studie, zu untersuchen, ob eine standardisierte Verwendung des IOUS mittels „Tübinger Ultraschalllineal“ im Vergleich zu deutschlandweiten Daten der OnkoZert GmbH unabhängig von einliegenden Drahtmarkierungen eine weitere Reduktion des R1- Anteils bewirkt. Sekundäre Studienziele waren die Erhebung der intraoperativ entnommenen Shavings, des Präparategewichts sowie der OP-Dauer. Patientinnen und Methoden In die retrospektive, monozentrische Studie wurden 273 Patientinnen eingeschlossen, die zwischen 1/2020 und 12/2024 aufgrund eines ein- oder beidseitigen DCIS und/oder invasiven Mammakarzinoms eine brusterhaltende Tumorresektion unter Verwendung des „Tübinger Ultraschalllineals“ erhielten. Dabei wurde der Tumor unter standardisierter Verwendung der Ultraschallsonde im OP-Situs mit einem Sicherheitsabstand von 10 mm in allen Richtungen unabhängig von einliegenden Markierungsdrähten entfernt. Nach der Präparatebildgebung bestand die Möglichkeit zur selektiven Shavingentnahme. Ergebnisse Es wurden 282 Datensätze ausgewertet. Bei alleiniger Betrachtung des Hauptresektates lag ein R1-Anteil von 18,8 % vor. In 156 Fällen wurden nach Vorliegen der Präparatebildgebung selektive Shavings entnommen, wodurch der R1-Anteil auf 8,5 % reduziert werden konnte. Verglichen mit der OnkoZert-Kontrollgruppe mit einem R1-Anteil von 12,34 % ergab sich eine signifikante Reduktion des R1- Anteils durch den standardisierten Einsatz des „Tübinger Ultraschalllineals“ und die Präparatebildgebung (p = 0,043). Ein Hauptresektat wog durchschnittlich 110,5 g, wobei die Hauptresektate einer BEO signifikant leichter waren als bei einer TARP (p < 0,001). Im Mittel dauerte eine Tumorresektion 69,7 Minuten. Schlussfolgerung Durch den standardisierten Einsatz des „Tübinger Ultraschalllineals“ in Kombination mit auf der Präparatebildgebung basierenden selektiven Shavingentnahmen konnte der R1-Anteil bei brusterhaltenden Operationen gegenüber der Kontrollgruppe unabhängig von der Tumorbiologie signifikant reduziert werden (p = 0,043).

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