T-Zell-vermittelte Immunantwort bei Tumor- und Infektionskrankheiten: Klinische Implikationen beim Ovarialkarzinom und SARS-CoV-2

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181813
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1818135
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-07-22
Sprache: Deutsch
Englisch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Walz, Juliane (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-07-07
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Eierstockkrebs , COVID-19 , SARS-CoV-2 , Immunsystem
Freie Schlagwörter: T-Zell-Antwort
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Im Rahmen dieser Dissertation wurde die klinische Relevanz der T-Zell-vermittelten Immunantwort im Kontext zweier unterschiedlicher Krankheitsbilder, dem Ovarialkarzinom und einer Infektion mit SARS-CoV-2, untersucht. Im Kontext des Ovarialkarzinoms konnte durch die klinisch-translationale Analyse bestehender immunopeptidomischer Daten gezeigt werden, dass eine diverse Präsentation von MSLN über HLA-Klasse II-Moleküle signifikant mit einem verlängerten progressionsfreien und Gesamtüberleben assoziiert ist. Diese Erkenntnis ist von großer translationaler Bedeutung, da sie einen direkten Anknüpfungspunkt für die Entwicklung patientenindividueller Therapien bietet und die Bedeutung von CD4⁺ T-Zell-Antworten hervorhebt. Die Ergebnisse stützen zudem die Hypothese, dass CD4⁺ T-Zellen nicht nur eine unterstützende, sondern auch eine direkte zytotoxische Rolle im Tumormikromilieu einnehmen können. Die Analyse SARS-CoV-2-spezifischer Immunantworten zeigt eine Korrelation zwischen der Stärke zellulärer und humoraler Immunantworten und der Symptomatik in der akuten Krankheitsphase. Während eine robuste Immunantwort mit einer stärkeren Symptomatik einherging, belegen aktuelle Arbeiten, dass bestimmte CD4⁺ T-Zell-Subtypen entscheidend für eine effektive Viruselimination und langlebige Immunität sind. Dies verdeutlicht die doppelte Rolle des Immunsystems: Einerseits als Schutzmechanismus, aber auch als potenzieller Treiber von Pathogenese. Die Gegenüberstellung beider Krankheitsmodelle offenbart dabei die zentrale Rolle der CD4⁺ T-Zell-spezifischen Immunantwort in Relation zum klinischen Outcome. Die Ergebnisse dieser Dissertation unterstreichen die Notwendigkeit, immunologische Daten nicht isoliert, sondern in ihrem klinischen Kontext zu interpretieren. Sie liefern eine starke Argumentationsgrundlage für die Entwicklung personalisierter immunologischer Interventionen, sei es durch Impfstoffe, T-Zell-basierte Therapien oder immunmodulierende Strategien.

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