Sicherheit der Gabe von Faktor VIII/vWF Präparaten bei kinderherzchirurgischen Eingriffen

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dc.contributor.advisor Magunia, Harry (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Gemmel, Anna-Lena
dc.date.accessioned 2026-07-02T15:23:35Z
dc.date.available 2026-07-02T15:23:35Z
dc.date.issued 2026-07-02
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/181229
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1812299 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122551
dc.description.abstract Kinder und Jugendliche mit kongenitalen Herzfehlern weisen ein erhöhtes Risiko für hämostaseologische Komplikationen wie Blutungen und Thrombosen auf. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. In den letzten Jahren erlangte das erworbene von-Willebrand-Syndrom aufgrund des steigenden Einsatzes von Herzkreislaufunterstützungssystemen und chirurgischen Eingriffen mit langen kardiopulmonalen Bypasszeiten als Ursache für Blutungskomplikationen durch Scherstress-bedingte Defizienz bzw. Verlust der großen vWF-Multimere bei Kindern mit kongenitalen Herzfehlern zunehmende Bedeutung. Dadurch kommt die Applikation von vWF/FVIII-haltigen Gerinnungsprodukten als sog. „Off-Label-Use“ zur intraoperativen Therapie von Blutungen vermehrt zum Einsatz. Da vWF/FVIII-Konzentrate wie jedes Gerinnungsprodukt jedoch ein potentielles Thromboserisiko birgt, könnte der intraoperative Einsatz zu einer Erhöhung des postoperativen Risikos für thromboembolische Ereignisse führen. Daher sollte mithilfe dieser Studie der Einfluss von vWF/FVIII-Konzentraten auf das Auftreten von postoperativen thromboembolischen Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit kongenitalen Herzfehlern anhand einer Gruppe, die während ihres herzchirurgischen Eingriffes vWF/FVIII-Konzentrate erhielt, und einer Vergleichsgruppe, bei der keine vWF/FVIII-Substitution erfolgte, erstmals untersucht werden. Daneben wurde in einem zweiten Aspekt ebenso der Einfluss von vWF/FVIII-Konzentraten auf das Auftreten von postoperativen Blutungskomplikationen überprüft, um so mögliche Rückschlüsse auf die Wirksamkeit ziehen zu können. Die Datenauswertung zeigte keinen signifikanten Gruppenunterschied hinsichtlich der Rate an postoperativ aufgetretenen thromboembolischen Komplikationen. Entgegen der Erwartung konnte auch kein signifikanter Gruppenunterschied hinsichtlich der postoperativ aufgetretenen Blutungskomplikationen nachgewiesen werden. Als Nebenergebnis konnte eine jeweils schwache statistisch signifikante Korrelation zwischen einer erhöhten postoperativen Heparindosis und den postoperativ innerhalb von 48 h aufgetretenen Blutungen sowie zwischen einer postoperativen ECMO-Anlage und den postoperativ aufgetretenen thromboembolischen Komplikationen gezeigt werden. Zusammenfassend zeigen die aktuellen Daten somit kein erhöhtes Risiko von postoperativen thromboembolischen Komplikationen nach herzchirurgischen Eingriffen bei intraoperativer vWF/FVIIISubstitution, sodass der zukünftige Einsatz dieses Gerinnungsproduktes anhand dieser Studie als wahrscheinlich sicher bewertet werden kann. Aufgrund der hier nicht prospektiv erhobenen Ergebnisse bleibt jedoch die Wirksamkeit in Hinblick auf postoperative Blutungskomplikationen zunächst unklar. Dies müsste im Rahmen von weiterführenden Studien nochmals genauer untersucht werden. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.title Sicherheit der Gabe von Faktor VIII/vWF Präparaten bei kinderherzchirurgischen Eingriffen de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2026-05-19
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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