Kontrolle durch Abgrenzung - Gated Communities in den USA

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/179674
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1796747
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-120998
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2000
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Gated Communities stellen in ihrer Vielfalt eine neue, sich in den USA massiv verbreitende Wohnform dar. Diese meist privaten Quartiere grenzen sich durch unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen von anderen Stadtteilen und deren Bewohnerinnen ab. Bei der Suche nach Hintergründen wird die Prävention von Kriminalität meist in den Vordergrund gestellt. Betrachtet man Gated Communities jedoch im Kontext gesellschaftlicher und städtischer Polarisierungsprozesse, so scheint die Suche nach weitreichender Kontrolle über das eigene Lebensumfeld wesentlich zur Erklärung des Phänomens beizutragen. Des weiteren kann räumliche Ausgrenzung aller Nicht-Bewohnerinnen im allgemeinen und einer wiederentdeckten „gefährlichen Klasse" im speziellen als ein weiterer Grund und vor allem als eine Folge der Verbreitung von Gated Communities angesehen werden. Dies zumal auch die realen Auswirkungen der baulichen Abgrenzung auf Kriminalität zweifelhaft sind. Abschließend wird die These vertreten, daß Gated Communities als ein Ausdruck einer generellen Tendenz zur Privatisierung von Raum zu verstehen sind und daß den Städten eine Zweiteilung in „sichere" und „gefährliche" Räume drohen könnte.

Abstract:

Gated Communities with their varying forms are a new type of housing with an exploding extension in the United States. These mostly private quarters prevent penetration by non-residents by different security measures. Searching for backgrounds, the prevention of crime seems to be the main topic. But in the context of polarization of cities and society, the desire of control over territory and live seems to explain the phenomenon much better. Spatial exclusion of non-residents and expressly of a new discovered „dangerous class" is another reason and-over all -a consequence of the extension of Gated Communities. Specially because the effects of walls and gates on crime are doubtful. Finally, the author takes the view that Gated Communities are just one part of a tendency of privatization of space and that therewith cities may face a new duality of „safe" and „dangerous" spaces.

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