Retrospektive Studie: Einjährige Erfahrung mit Dupilumab zur Behandlung der Chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178427
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1784273
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119751
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-04-17
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Becker, Sven (PD Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-03-13
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Nasennebenhöhlenentzündung , Antikörper , Real world , Antikörper , Lebensqualität
Freie Schlagwörter: Dupilumab
Nasenpolypen
Hyposmie
eosinophile
Typ-2-Entzündung
Phase-IV-Studie
CRSwNP
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Dupilumab ist angezeigt als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit nasalen Polypen (CRSwNP), die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Im Rahmen dieser retrospektiven Arbeit erfolgte eine Analyse der einjährigen Erfahrung mit Dupilumab (Dupixent®) zur Behandlung der CRSwNP unter Real-World-Bedingungen bei den an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Universität Tübingen behandelten Patienten. In einem anschließenden 360-Tage-Follow-up konnten 79 Patienten mit Indikation für eine Therapie mit Dupilumab nach den aktuellen Empfehlungen des EPOS 2020 auf das Therapieansprechen verlaufskontrolliert werden. 30,5 % der 151 Patienten hatten die Therapie seit weniger als 12 Monaten begonnen, daher war bei diesen Patienten kein 360-Tage-Follow-up möglich. Mittels Regressionsanalyse mit gemischten Modellen sowie multiplen Korrelationen konnte die Charakterisierung von Patienten, die Wirksamkeit von Dupilumab auf die Lebensqualität und auf die sinusitischen Symptome (insbesondere auf die Riechstörung) sowie auf die assoziierte Typ-2-Komorbiditäten wie Asthma, die Sicherheit der Therapie sowie schließlich die Charakterisierung von Patienten, die die Therapie umgestellt bzw. beendet haben, in unserem Patientenkollektiv dargestellt werden. In unserer Studie zeigte sich die behandelte Population der in den Phase-III-Studien eingeschlossenen Patientengruppe sehr ähnlich und die Behandlungseffekte vergleichbar, tendenziell für einzelne Untersuchungen sogar besser. Die Therapie mit Dupilumab zeigte unter Real-World-Bedingungen eine rasche und anhaltende Wirksamkeit bei der Behandlung von CRSwNP, mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung im Zeitverlauf. Mit unserer Studie konnten wir bestätigen, dass die erste Beurteilung des Ansprechens auf die Behandlung bereits wenige Wochen nach Beginn der Therapie erfolgen kann, was für die Beratung von Patienten über die zu erwartenden Therapieerfolge von großer Bedeutung ist. Allerdings kann es bei einem kleinen Teil der Patienten zu einem späteren Ansprechen kommen. Unsere Studie unterstreicht ferner, dass Dupilumab ein gutes Sicherheitsprofil mit einer relativ geringen Inzidenz schwerwiegender unerwünschter Wirkungen aufweist. Dies muss jedoch kontinuierlich überwacht und in der klinischen Praxis dokumentiert und untersucht werden. Systemische Biomarker oder klinische Parameter zur Vorhersage eines Therapieansprechens fehlen bisher. Eine weitere Evaluierung neuer lokaler und systemischer Biomarker hierzu ist daher notwendig. Zusätzlich könnten größere Studien zur Assoziation von Komorbiditäten, gleichzeitiger Verschreibung anderer Medikamente und der Schwere der Erkrankung hilfreich sein, um das mögliche Auftreten von Nebenwirkungen oder eine verminderte Wirksamkeit der Therapie vorherzusagen.

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