Augenposition während akuter Bildgebung als Indikator für Aufmerksamkeitsdefizite bei Schlaganfallpatienten

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dc.contributor.advisor Karnath, Hans-Otto (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Coelho Marques, Joel
dc.date.accessioned 2026-02-26T15:56:54Z
dc.date.available 2026-02-26T15:56:54Z
dc.date.issued 2026-02-26
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/176125
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1761254 de_DE
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1761254 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-117450
dc.description.abstract Definition der Fragestellung: Neglect ist die häufigste Verhaltens- und Orientierungsstörung nach rechtshemisphärischen, zerebrovaskulären Insulten. Die endgültige Diagnosestellung eines Neglects findet meistens erst im Laufe des stationären Aufenthaltes statt. Diese Verzögerung in der Diagnosestellung verursacht häufig eine Verzögerung des Beginns gezielter, frührehabilitativer Therapien mit nachgewiesener Verlängerung der Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Wir versuchen die Diagnose eines Neglects ohne zusätzliche, apparative Diagnostik und mit Ersparnis des Zeitaufwandes der Durchstreich- und Suchtests frühzeitig festzulegen, um dieses Defizit gezielt und ohne Verzögerung mit frührehabilitativen Maßnahmen anzugehen. Methodik: Wir haben die konjugierte Augendeviation (CED) von Patienten mit akutem, rechtshemisphärische, zerebrovaskuläre Insult in der initialen, zerebralen Bildgebung mit der Durchsage eines verbalen Kommandos „Schauen Sie bitte mit den Augen geradeaus“ gemessen und den Winkel der CED mit der klinischen Diagnose eines Neglects verglichen. Die Durchsage des verbalen Kommandos erfolgte automatisiert im Programm zur Durchführung der zerebralen Computertomographie. Die CED von Patienten mit und ohne Neglect und Kontroll-Patienten ohne Schlaganfall wurde verglichen. Die klinische Diagnose eines Neglects wurde mittels validierter Durchstreich- und Suchtests festgelegt. Ergebnisse: Von den insgesamt 46 eingeschlossenen Patienten hatten 16 Patienten eine rechtshemisphärische Läsion ohne Neglect, 12 eine rechtshemisphärische Läsion und einen Neglect und 18 Kontrolle-Patienten keinen Schlaganfall. Mit dem Vergleich der CED zwischen den unterschiedlichen Gruppen haben wir einen Winkel von 14.1 Grad als minimale ipsiläsionale Deviation zur bildmorphologischen Diagnose eines Neglects in den Akut- und Subakutphasen eines zerebrovaskulären Insults festlegen können. Die Abmessung dieses Winkels von 14.1 Grad erlaubte die Diagnose eines Neglects bei Patienten mit akuten und subakuten rechthemisphärischen zerebrovaskulären Läsionen mit einem Konfidenzintervall von 99%, einer Sensibilität von 92,31% und einer Spezifität von 100%. Diskussionsergebnisse und Schlussfolgerung: Mit unserer Messung der CED unter Durchsage des erwähnten verbalen Kommandos in der Akut-/Subakutphase einer zerebrovaskulären rechtshemisphärischen Läsion haben wir ein neues Instrument für die Frühdiagnose eines Neglects mit minimalem Aufwand ohne zusätzliche apparative Diagnostik dargestellt. Somit kann die Verzögerung des Beginns einer gezielten, optimierten Frührehabilitation in Zukunft reduziert werden. Weitere breitere, multizentrische und ausführlichere Studien sind in der Zukunft für die reguläre Anwendung, weitere Standardisierung in spezifischen Patientengruppen und Ausweitung dieser diagnostischen Maßnahme noch notwendig. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Schlaganfall , Neglect , Aufmerksamkeit , Mensch , Computertomografie , Gehirn de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Augenposition de_DE
dc.subject.other Aufmerksamkeitsdefizit de_DE
dc.subject.other Konjugierte Augendeviation de_DE
dc.subject.other attention en
dc.subject.other neuroimaging en
dc.subject.other conjugate eye deviation (CED) en
dc.subject.other Spatial neglect en
dc.subject.other stroke en
dc.subject.other human en
dc.title Augenposition während akuter Bildgebung als Indikator für Aufmerksamkeitsdefizite bei Schlaganfallpatienten de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2026-01-22
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.source Coelho-Marques J, Hanke J, Schell C, Andres F, Karnath H-O (2023). “Look straight ahead” ‒ A new test to diagnose spatial neglect by computed tomography. PLoS ONE 18: e0284033. de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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