Delir - eine retrospektive Analyse klinischer und elektrophysiologischer Parameter

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dc.contributor.advisor Mengel, Annerose (PD Dr.)
dc.contributor.author Schneider, Pauline Jana
dc.date.accessioned 2026-01-26T10:54:57Z
dc.date.available 2026-01-26T10:54:57Z
dc.date.issued 2026-01-26
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/174307
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1743078 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-115632
dc.description.abstract Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob es im EEG signifikante Unterschiede zwischen Patienten, welche ein Delir zeigen, und Patienten, welche kein Delir zeigen, gibt. Zudem wurden einzelne Blutparameter und MRT-Befunde analysiert, um mögliche Risikofaktoren für ein Delir zu detektieren. Zur Analyse der EEG-Parameter wurden in einer multizentrischen Analyse insgesamt 377 Patienten von drei verschiedenen Standorten und mit verschiedenen Delirtypen (PSD, POD, MED) untersucht. Die EEG-Daten wurden hierbei mithilfe des Systems Brainwave analysiert. Es zeigte sich hierbei, dass es über die verschiedenen Delirtypen hinweg, einheitliche Unterschiede der EEG-Parameter zwischen der Delir- und der Kontrollgruppe gibt. So konnte gezeigt werden, dass die AECc Werte bei Delir-Patienten (N=173, Alter 79,2±9,3 Jahre, 46% weiblich) im Vergleich zu Nicht-Delirium-Patienten (N=204, Alter 72,9±13,1 Jahre, 45% weiblich) im Delta- (Median, Effektgröße der Differenz: 0,16 vs. 0,12, r=0,28, p<0,01) und Beta-Band (0,11 vs. 0,09, r=0,14 , p=0,04) signifikant erhöht waren. Diese Veränderungen unterschieden sich nicht zwischen den verschiedenen Deliriumtypen (p>0,05). Des Weiteren zeigte sich eine konsistente Abnahme der Spitzenfrequenz (SMD= -0,81, CI: -1,50 bis -0,13), eine Zunahme der relativen Delta-Leistung (SMD=1,44, CI:0,61 bis 2,26) und eine Abnahme der relativen Beta-Leistung (SMD=-1,72, CI: -2,46 bis -0,97) bei allen Delirium-Subtypen. Die Effektgrößen der PLI-Unterschiede zwischen deliranten und nicht deliranten Kontrollen waren gering und nicht konsistent über die Subtypen hinweg. Die Heterogenität der qEEG-Merkmale war bei Patienten im Delirium geringer als bei Patienten ohne Delirium. (Fleischmann et al., 2025; Van der A et al., 2025). Bei der Subgruppenanalyse der Patienten aus Tübingen (N=140) wurden verschiedene Risikofaktoren für das Auftreten eines Delirs betrachtet. Hierbei konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Delir signifikant älter waren, höhere CRP-Werte und auch höhere Fazekas-Scores zeigten als die Kontrollgruppe. Das Alter hatte einen mittleren Effekt auf den Fazekas-Score. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass es signifikante Unterschiede zwischen den EEG-Aufnahmen von Patienten mit und ohne Delir gab, welche auch über verschiedene Delirtypen hinweg konsistent waren. Das spricht für eine gemeinsame neurophysiologische Grundlage der globalen EEG-Verlangsamung im Delirium, unabhängig von der Ätiologie. Sollten sich diese Ergebnisse in weiteren prospektiven Studien bestätigen, könnten zukünftig die entsprechenden, durch das EEG erhobenen, Parameter objektive Marker bei der Delirdetektion sein. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Delir de_DE
dc.title Delir - eine retrospektive Analyse klinischer und elektrophysiologischer Parameter de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2025-12-22
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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