Rückenmarksstimulation (SCS) mit kombinierter Muskelstimulation (MuscleSCS) bei verschiedenen Frequenzen im klinischen Versuch

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dc.contributor.advisor Morgalla, Matthias (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Poedjiwo, Daniel
dc.date.accessioned 2026-01-07T15:53:45Z
dc.date.available 2026-01-07T15:53:45Z
dc.date.issued 2026-01-07
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/173713
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1737135 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-115038
dc.description.abstract Hintergrund: Chronische Rückenschmerzen gehören weiterhin zu den häufigsten Ursachen für Einschränkungen der Lebensqualität und sind aus sozioökonomischer Perspektive eine der Hauptgründe für Arbeitsunfähigkeit. Die Genese chronischer Rückenschmerzen ist multifaktoriell, da verschiedene anatomische Strukturen wie Knochen, Gelenke, Bänder, Nerven und die Muskulatur an der Entstehung und Aufrechterhaltung beteiligt sind. Die SCS-Therapie (Spinal Cord Stimulation) hat sich über die Jahre als bewährte Methode etabliert, um bei unzureichendem Therapieerfolg durch epidurale Rückenmarksstimulation unter anderem die fehlregulierte Schmerzweiterleitung zu modulieren. Dennoch unterliegen viele Patient*innen auch nach der Anwendung der SCS-Therapie weiterhin einem erheblichen Leidensdruck. Dies unterstreicht den Bedarf an neuen Forschungsansätzen und klinischen Entwicklungen zur weiteren Verbesserung der Behandlungsergebnisse. Ziel dieser Arbeit war es, die Optimierung der SCS-Therapie durch die Ergänzung einer Muskelmodulation (MuscleSCS) zu evaluieren, bei der die zusätzliche Stimulation über die epidural platzierten Elektroden erfolgt. Methoden: In die Studie wurden 25 Patient*innen mit chronischen Schmerzen eingeschlossen, die zuvor in der neurochirurgischen Klinik der Universitätsklinik Tübingen ein SCS-System implantiert bekommen hatten. Zu Studienbeginn (T0) und nach drei Monaten kombinierter Therapie (T1) wurden anamnestische Daten erhoben sowie folgende Parameter evaluiert: Schmerzintensität (gemessen mit der numerischen Rating-Skala, NRS), Schmerzkatastrophisieren (Pain Catastrophizing Scale, PCS), Alltagsbeeinträchtigung (Pain Disability Index, PDI) und Einschränkungen durch Schmerzen (Brief Pain Inventory, BPI). Von den ursprünglich rekrutierten 25 Patient*innen schlossen 23 die Studie bis zum Zeitpunkt T1 ab. Im Rahmen einer Subgruppenanalyse wurden die Ergebnisse von Patient*innen mit implantierten Lamitroden und Octroden hinsichtlich der erhobenen Parameter und anamnestischen Daten verglichen um mögliche Unterschiede im Behandlungserfolg zu untersuchen. Ergebnisse: Die Integration der Muskelmodulation in die BurstDR™-Stimulation der SCS-Therapie zeigte in dieser Untersuchung keine statistisch signifikanten Verbesserungen der affektiv-kognitiven Schmerzaspekte. Ein Vergleich der Elektrodenkonfigurationen (Lamitrode und Octrode) ergab ebenfalls keine wesentlichen Unterschiede. Es ist jedoch zu beachten, dass die Aussagekraft dieser Ergebnisse aufgrund der kleinen Stichprobengröße eingeschränkt ist. Bemerkenswert ist, dass 22 Teilnehmende angaben, die Muskelmodulation gerne weiterhin nutzen zu wollen, da sie subjektiv sowohl eine Verbesserung des Wohlbefindens als auch eine temporäre Reduktion der Schmerzen wahrnahmen. Schlussfolgerung: Die individualisierte Muskelmodulation hat sich als vielversprechender Zusatz zur SCS-Therapie erwiesen, auch wenn die affektiv-kognitiven Schmerzaspekte in dieser Studie nicht signifikant beeinflusst wurden. Die hohe Akzeptanz der Methode durch die Patient*innen und die berichteten positiven Effekte auf das Wohlbefinden unterstreichen das Potenzial dieser innovativen Technik. MuscleSCS erweitert das Spektrum der SCS-Therapie und bietet eine wertvolle zusätzliche Option zur Schmerzbewältigung für chronische Schmerzpatient*innen. Angesichts der bisherigen Ergebnisse sind umfangreichere Studien erforderlich, um die tatsächliche Wirksamkeit und die langfristigen Vorteile dieser Methode zu bestätigen. Die Kombination von SCS und Muskelmodulation ist eine vielversprechende, wirkungsvolle Ergänzung, die das Behandlungskonzept für Patient*innen mit chronischen Schmerzen nachhaltig bereichern könnte. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 500 de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other SCS de_DE
dc.subject.other MuscleSCS de_DE
dc.subject.other Spinal cord stimulation en
dc.subject.other Rückenmarksstimulation de_DE
dc.subject.other Muskelstimulation de_DE
dc.subject.other Lamitrode en
dc.subject.other Neurochirurgie de_DE
dc.subject.other Octrode en
dc.subject.other Neuromodulation de_DE
dc.subject.other Neuromodulation en
dc.subject.other Lamitrode de_DE
dc.subject.other MuscleSCS en
dc.subject.other SCS en
dc.subject.other Octrode de_DE
dc.title Rückenmarksstimulation (SCS) mit kombinierter Muskelstimulation (MuscleSCS) bei verschiedenen Frequenzen im klinischen Versuch de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2025-12-02
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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