Campus goes CO2030 ? Die Ableitung eines modellhaften Umsetzungsplans für die Erreichung der Klimaschutzziele 2030 des Landes Baden-Württembergs am Beispiel des Gebäudebestandes der Universität und des Universitätsklinikums Tübingen.

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/145983
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1459831
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-87324
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2023-09-28
Sprache: Deutsch
Fakultät: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Geographie, Geoökologie, Geowissenschaft
Gutachter: Hochschild, Volker (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2023-07-10
DDC-Klassifikation: 000 - Allgemeines, Wissenschaft
333.7 - Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt
350 - Öffentliche Verwaltung
550 - Geowissenschaften
600 - Technik
621.3 - Elektrotechnik, Elektronik
914.3 - Geografie, Reisen (Deutschland)
Freie Schlagwörter: Nachhaltiges Campuskonzept
Geographische Informationssysteme
Potenzialanalysen
Energiemanagement
Energetischer Flächennutzungsplan
Klimaschutzziele 2030
Geographical information systems
Potential analyses
Energy management
energetic land use plan
Climate protection goals 2030
Sustainable campus concept
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

VII. Kurzfassung – Deutsch Keywords: Nachhaltiges Campuskonzept - Geographische Informationssysteme - Potenzialanalysen -Energiemanagement - Energetischer Flächennutzungsplan – Klimaschutzziele 2030. Campus goes CO2030 ? Die Ableitung eines modellhaften Umsetzungsplans für die Erreichung der Klima-schutzziele 2030 des Landes Baden-Württembergs am Beispiel des Gebäudebestandes der Universität und des Universitätsklinikums Tübingen. Mit dem Beschluss der Klimaschutzziele 2030 legte die Landesregierung Baden-Württemberg fest, die Treibhausgase bis ins Jahr 2050 um 90 % zu reduzieren. Parallel dazu ist der landeseigene Gebäudebe-stand bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Danach soll die Installation von Photovoltaik auf landeseigenen Dachflächen sowie die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erhöht, der Primärenergieverbrauch gesenkt und der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien stark gefördert werden. In dieser Disser-tation werden Flächen nach ihrem erneuerbaren Energiepotenzial analysiert und die Kosten für ihre Nut-zung kalkuliert. Dabei werden CO2-Bewertungen aufgestellt, die die untersuchten Flächen nach ihrem CO2-Kompensationswert bewerten. Der Gebäudebestand der Universität Tübingen wird beispielhaft herange-zogen, um daran eine stufenweise Umsetzung der Klimaschutzziele zu simulieren. Die Flächen werden nach gewichteten Indikatoren in Rangfolgen abgebildet: • Indikator 1a – Energieertrag (kWh/m²) – Gewichtung 60 % absteigend nach höchstem Jahresertrag (aus Energiepotenzial pro m²). • Indikator 2a - Preis pro Energieeinheit (Euro/kWh) – Gewichtung 30 % aufsteigend nach geringstem Kilowattpreis (aus Gesamtkosten und Energieertrag). • Indikator 3a – CO2-Werte (CO2/m²) – Gewichtung 10 % aufsteigend nach geringstem CO2-Wert (aus Energieertrag und CO2-Äquivalent). Der Gebäudebestand der Universität und des Klinikums besitzen unterschiedliche Standortbedingungen für den Ausbau von Photovoltaik und Erdwärme. Die Eignung der Flächen wird in gebildeten Rangfolgen aus-gewiesen. Die Standorte mit besten Bedingungen werden als Tübingens next top places für renewables vorgeschlagen. Welchen Beitrag die Nutzung der untersuchten Flächen für die Erreichung der Klimaschutz-ziele 2030 leisten kann, wird als mögliche CO2-Kompensation ausgewiesen. In empirischen Szenarien wer-den unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 durchgespielt, der Aufschluss über die Komplexität der bevorstehenden Herausforderungen geben. Der finanzielle Auf-wand, strukturelle Veränderungen und Anpassung des Verhaltens sind in einem engen Zeitplan zu bewälti-gen. Dies setzt voraus, dass die erforderlichen Daten bereits in ein geeignetes Datensystem integriert sind, Entscheidungen rasch getroffen werden können und Synergien geschaffen werden. Von großer Bedeutung ist die aktive Verknüpfung von Angewandten Wissenschaften und Verwaltung. Hier wurde aus der Perspek-tive der Geographie mithilfe geographischer Informationssysteme eine Flächenbewertung durchgeführt, die den Blick auf die energetische Flächennutzung lenken möchte und für zukünftige Flächennutzungspla-nungen, die Ausweisung eines energetischen Flächennutzungsplans (E-FNP) vorschlägt.

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