Familienterror und öffentlicher Terror : zum Verhältnis von Psychoanalyse und politischer Wirklichkeit

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182705
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1827052
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1980
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Der Beitrag zeigt am Beispiel der Erklärung des Terrorismus durch zwei ,,Meinungsführer“ der Psychoanalyse, Helm Stierlin und Horst E. Richter, daß diese aufgrund ihres Gesellschaftsbildes, das sie als das einzig wirkliche behaupten, nur zu einer psychoanalytisch - reduktionistischen Erklärung des Terrorismus kommen können. In dem Glauben, daß es in der Bundesrepublik keine antagonistischen gesellschaftlichen Konflikte gibt, müssen Stierlin und Richter Terroristen und deren Wahrnehmung der gesellschaftlichen Wirklichkeit als pathologisch einstufen. Solche Analysen verletzen auf einer theoretischen Ebene Kriterien des wissenschaftlichen Diskurses und immunisieren auf der politischen Ebene staatliche und strukturelle Gewalt gegen radikale Kritik.

Abstract:

The article deals with the explanation of terrorism by two German psychoanalytic opinion leaders Helm Stierlin and Horst E. Richter. It is shown that their interpretation of social conflicts in Germany only allows an individualistic view of terrorism. Their belief, there were no antagonistic conflicts in West-German society presents terrorists and their view of social reality to be pathological. Such analyses disclaim and immunize on the political level public and structural violence from radical critics.

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