Inhaltszusammenfassung:
Für die Perioden der Drogennormgenese in Deutschland und den USA und der amerikanischen Crack-Krise der 80er Jahre wird die Rolle des Kokains bei moralischen Paniken über Drogen hinterfragt. Es gibt wenig Beweise für objektive Bedrohungen von Gesellschaften durch Kokain, ein konstruktivistischer Ansatz erklärt mehr. Da Kokain aktuell auch in Deutschland gebraucht wird, mag man fragen, warum es hier nicht dramatisiert wurde -hauptsächlich deswegen, weil nicht klar ist, wer Kokain benutzt. Da der Kokaingebrauch nicht an gesellschaftliche Außenseiter geknüpft werden kann, fehlt das Rohmaterial für eine gesellschaftliche Panik.