Inhaltszusammenfassung:
Die Rechtstheoretikerin Drucilla Cornell und andere haben als zentrales Problem geschlechtssensibler Theorien ein „feministisches Dilemma" identifiziert. Letztlich löst sich dies allerdings auf, wenn zwischen postmodernen, juristischen und feministischen Diskursen unterschieden wird. Dann zeigen sich statt des Dilemmas der feministischen Rechtswissenschaft bekannte Probleme. Mit dem Gleichheitsrecht, das Catharine MacKinnon als Hierarchisierungsverbot entwickelt, lassen sie sich lösen. Für die Kriminologie folgt daraus, Geschlecht neu in den Blick nehmen zu müssen.
Abstract:
Postmodem legal philosopher Drucilla Cornell and others identified the "feminist dilemma" as a central concern of any gender-sensitive theorizing in the 90s. Examined more closely, the dilemma reveals itself not to be one. To see that, it is important to distinguish between literary, philosophical and legal discourses. The dilemma then reappears as well-known problems in feminist jurisprudence. With Catharine MacKinnons concept of equality as the prohibition of hierarchy, such problems can be solved. For criminology, this means that research will have to focus on gender anew.