Inhaltszusammenfassung:
Die Situation ostdeutscher Polizistinnen wird aus lebensweltlicher Perspektive beschrieben. Radikaler sozialer Wandel wirkt sich auf die Wahrnehmung von Kriminalität, die zugeschriebene Rolle der Polizei und die Selbstdarstellung der Polizisten aus. Ein Vergleich der Entwicklung von polizeilichen Handlungsstrategien in West- und Ostdeutschland macht deutlich, daß es den Beamten in Ostdeutschland noch nicht gelungen ist, ein adäquates Selbstbild zu entwickeln. Sie schwanken in der Selbstzuschreibung zwischen "crime fighter" - und "remedy agent" - Phantasien und sind im übrigen nach wie vor ziemlich obrigkeitsorientiert.