Gewalt, Körperlichkeit, Geschlechtlichkeit : Überlegungen zur gewaltförmigen Konstruktion von Männlichkeit

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/179068
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1790689
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2003
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Gewaltsituationen unter Männern lassen sich im Hinblick auf die Verteilung von Verletzungsmächtigkeit und -ojfenheit unterscheiden. In reziproken Relationen handeln alle involvierten Akteure gewalttätig. Ihre Körper stehen in einem Verhältnis wechselseitiger Verletzungsmächtigkeit zueinander. Im Gegensatz dazu sind in einseitigen Gewaltverhältnissen Täter und Opfer klar unterschieden. Verletzungsmächtigkeit und -offenheit sind ungleich verteilt. In beiden Fällen dienen die Gewalttätigkeiten u.a. einer Vergewisserung von Männlichkeit. In reziproken Gewaltverhältnissen geschieht dies qua wechselseitiger Anerkennung in einem Kontext männlicher Vergemeinschaftung, bei dem zweiten Typus durch Herstellung eines Dominanzverhältnisses.

Abstract:

The paper focuses on bodily harm, committed by men and directed at men, and its function for constructing masculinity. Two types of violent relations are distinguished: a reciprocal relation where all actors commit violent acts and have the power to hurt the others, and a one-sided relation between an offender with the power to hurt and a victim open to vulnerability. In both types violent acts serve to confirm the offender 's masculinity, but in different ways: in the first case by a mutual acknowledgement within a union of men, in the second through establishing a relation of dominance.

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