Die AKP als moderner Prinz. Hegemonie, Autoritarismus und gesellschaftliche Kämpfe

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178995
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1789958
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-120319
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2028-03-19
Sprache: Deutsch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Politikwissenschaft
Gutachter: Bieling, Hans-Jürgen (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-03-19
DDC-Klassifikation: 320 - Politik
330 - Wirtschaft
990 - Geschichte der übrigen Welt
Schlagworte: Türkei , Adalet ve Kalkınma Partisi , Neoliberalismus , Demokratie , Autoritarismus , Hegemonie , Gramsci, Antonio , Marxismus , Herrschaft , Widerstand
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

 
Die Dissertation ist gesperrt bis zum 19. März 2028 !
 
In der Doktorarbeit wird die These vertreten, dass die AKP als „moderner Prinz“ eine große Legitimitäts- und Wirtschaftskrise der hegemonialen Ordnung Anfang der 2000er-Jahre erfolgreich bewältigt hat, indem sie eine autoritäre und regulierte Form des Neoliberalismus stabilisierte. Dies beinhaltete zunächst auch, den inkonsequenten Demokratisierungsprozess in der Türkei der 1990er-Jahre fortzusetzen. Die AKP nutzte die in dieser Zeit gewonnene Legitimität und verfolgte eine komplexe hegemoniale Strategie in verschiedenen Politikbereichen und sozialen Sphären, um sich die politische Führung sowohl über den Staat als auch über die Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig eine starke relative Autonomie gegenüber wirtschaftlichen Zwängen und anderen Interessen von Eliten zu erringen. Strukturelle Entwicklungen – wie die Krise des Akkumulationsregimes seit 2013 – und kontingente Ereignisse wie der Gezi-Aufstand 2013 und der gescheiterte Militärputsch 2016 spielten jedoch eine entscheidende Rolle bei der Neugestaltung der Dynamik der AKP-Hegemonie. Diese Entwicklungen lösten einen widersprüchlichen Prozess aus, der durch eine Hegemoniekrise, Versuche einer autoritären (Re-)Konsolidierung und demokratische Resilienz gekennzeichnet ist – ein Prozess, der die Türkei der AKP-Ära von den 2010er-Jahren bis heute prägt. Die Arbeit rekonstruiert und analysiert daher systematisch und kritisch die Entstehung, Struktur und Entwicklung der hegemonialen Beziehungen, die in der Türkei während der AKP-Ära etabliert wurden, sowie den gesellschaftlichen Widerstand dagegen.
 

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