Eine effektive Option für die Armen? Ein befreiungstheologischer und postkolonialer Abgleich der Experimentellen Ökonomie nach Duflo et al.

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178685
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1786857
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1786857
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-120009
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-04-29
Sprache: Deutsch
Fakultät: 2 Katholisch-Theologische Fakultät
Fachbereich: Katholische Theologie
Gutachter: Schüßler, Michael (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-11-05
DDC-Klassifikation: 100 - Philosophie
230 - Theologie, Christentum
330 - Wirtschaft
Freie Schlagwörter: Kritische Entwicklungsforschung
Entwicklungszusammenarbeit
Effektiver Altruismus
Experimentelle Ökonomie
Postkoloniale Theorie/n
Theologie der Befreiung
Critical development research
Development cooperation
Postcolonial theory/theories
Effective altruism
Theology of Liberation
Experimental Economics
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die Arbeit untersucht den entwicklungsökonomischen Ansatz experimentelle/r Ökonomie – insbesondere mit Fokus auf die Arbeiten von Duflo, Banerjee und Kremer – im Spannungsfeld von wirkungsorientierter Armutsbekämpfung, Effektivem Altruismus sowie befreiungstheologischen und postkolonialen Perspektiven. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern evidenzbasierte Methoden wie randomisierte kontrollierte Feldstudien einen angemessenen Beitrag zur Überwindung globaler Armut leisten können. Zunächst werden die methodischen Grundlagen, Stärken und Grenzen der experimentellen Ökonomie herausgearbeitet, insbesondere ihr Anspruch, durch empirische Evidenz wirksame Interventionen zu identifizieren und Entwicklungszusammenarbeit zu optimieren. Anschließend wird ihre enge Verbindung zum Effektiven Altruismus analysiert und kritisch diskutiert, wobei insbesondere dessen Fokus auf Kosten-Nutzen-Kalküle und individuelle Verantwortungszuschreibung problematisiert wird. Darauf aufbauend entwickelt die Arbeit alternative Anschlussmöglichkeiten aus befreiungstheologischen und postkolonialen Ansätzen. Diese betonen strukturelle Ungleichheiten, Machtverhältnisse sowie die epistemische und praktische Rolle der von Armut betroffenen Menschen selbst. Ziel ist eine Perspektive, die empirische Effektivitätsorientierung mit normativen Ansprüchen von Gerechtigkeit, Partizipation und Kontextsensibilität verbindet.

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