Morphological Processing of Korean Verb Forms in Visual Word Recognition

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/176944
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1769442
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-118268
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-03-18
Sprache: Englisch
Fakultät: 5 Philosophische Fakultät
Fachbereich: Allgemeine u. vergleichende Sprachwissenschaft
Gutachter: Baayen, Harald (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-10-31
DDC-Klassifikation: 400 - Sprache, Linguistik
Schlagworte: Psycholinguistics
Freie Schlagwörter: lexikalische Verarbeitung
morphologische Verarbeitung
Wortverarbeitung
Zweitsprachenverarbeitung
morphological processing
lexical processing
second language processing
inflectional processing
word processing
second language acquisition
Korean verb
complex word processing
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Studie untersucht, wie Muttersprachler und fortgeschrittene Nicht-Muttersprachler des Koreanischen flektierte Formen koreanischer Verben verarbeiten, unter Verwendung einer visuellen Lexikalentscheidungsaufgabe. Der Stimulusbestand umfasste 4.000 reale Wörter und 1.000 Nonwörter, die durch die Kombination von 100 Verbstämmen mit etwa 90 Flexionsendungen erstellt wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl Muttersprachler als auch Nicht-Muttersprachler stark von bestimmten Flexionsendungen beeinflusst wurden. Für Nicht-Muttersprachler erwies sich jedoch die Silbenlänge als der einflussreichste Faktor. Die Effekte der Häufigkeit unterschieden sich ebenfalls zwischen den Gruppen: Die Endungsfrequenz hatte für beide Gruppen den größten Einfluss, während der zweitgrößte Effekt bei Muttersprachlern von der Stammfrequenz und bei Nicht-Muttersprachlern von der Gesamtwortfrequenz ausging. Die Nicht-Muttersprachler wurden weiter in vier L1-Gruppen unterteilt: Japanisch und Mongolisch (typologisch dem Koreanischen ähnlich), Chinesisch und Vietnamesisch. Die Gruppen Japanisch und Mongolisch zeigten eine größere Sensitivität gegenüber Endungsinformationen, während die Gruppen Chinesisch und Vietnamesisch stärker auf Stamm- und Silbeninformationen angewiesen waren. Diese Muster wurden auch in der Fehleranalyse bestätigt, was auf mögliche Effekte der Muttersprache-Typologie hinweist. Besonders auffällig war, dass die chinesische L1-Gruppe eine vergleichbare Sensitivität gegenüber Stammfrequenz und Gesamtwortfrequenz zeigte, im Gegensatz zur vietnamesischen L1-Gruppe. Darüber hinaus wurde das Discriminative Lexicon Model (DLM) auf die Verarbeitung koreanischer Verben angewendet. Das Modell zeigte gute Lern- und Vorhersageleistungen, jedoch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass weitere Tests mit einer breiteren Palette von Verbalendungen notwendig sind

Abstract:

This study investigates how native and advanced non-native speakers of Korean process inflected forms of Korean verbs, using a visual lexical decision task. The stimulus set consisted of 4,000 real words and 1,000 nonwords created by combining 100 verb stems with approximately 90 inflectional endings. The findings revealed that both native and non-native speakers were strongly influenced by certain inflectional endings. However, for non-native speakers, syllable length emerged as the most influential factor. Frequency effects also differed between groups: ending frequency was the most influential for both native and non-native speakers, whereas the second strongest effect was stem frequency for natives and whole-word frequency for non-natives. The non-native speakers were further divided into four L1 groups: Japanese and Mongolian (typologically similar to Korean), Chinese, and Vietnamese. The Japanese and Mongolian groups showed greater sensitivity to ending information, whereas the Chinese and Vietnamese groups relied more on stem and syllable-level information. These patterns were confirmed in the error analysis, suggesting possible effects of native language typology. Notably, the Chinese L1 group demonstrated comparable sensitivity to stem frequency and whole-word frequency, in contrast to the Vietnamese L1 group. In addition, the study applied the Discriminative Lexicon Model (DLM) to Korean verb processing. The model showed good learning and predictive performance, but the results suggest that further testing with a broader range of verbal endings is necessary.

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