Femizide in Deutschland. Eine empirisch-kriminologische Untersuchung zur Tötung an Frauen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/172346
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1723466
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-113671
Dokumentart: Report
Date: 2025-11-20
Language: German
Faculty: 3 Juristische Fakultät
Department: Kriminologie
DDC Classifikation: 000 - Computer science, information and general works
340 - Law
360 - Social problems and services; associations
Keywords: Frauenmord , Mord , Tötung , Totschlag , Gewaltkriminalität , Häusliche Gewalt , Sexualisierte Gewalt , Patriarchat , Geschlechterverhältnis , Sexismus , Frauenfeindlichkeit , Sexualmord , Gewalt gegen Frauen
Other Keywords: Femizid
Feminizid
patriarchale Gewalt
sexuelle Gewalt
Partnerschaftsgewalt
geschlechtsspezifische Gewalt
geschlechtsbezogene Gewalt
Misogynie
intimate partner femicide
sexual murder
murder
patriarchy
sexism
misogyny
homicide
domestic violence
intimate partner violence
sexual violence
gender-based violence
Violence against women
Femicide
Feminicide
License: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode.de https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode.en http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

„Femizide in Deutschland“ (FemiziDE) war ein empirisches Verbundforschungsprojekt des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e. V. Von 2022 bis 2025 wurde das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert. Der vorliegende Forschungskurzbericht stellt die zentralen Ergebnisse des Projekts vor. Ein Ziel des Forschungsprojekts war es, herauszufinden, wie viele Femizide es in Deutschland gibt. Dazu wurde zunächst das theoretische Konzept „Femizid“ konkretisiert und operationalisiert. Nach der von FemiziDE entwickelten zweistufigen Definition sind Femizide vorsätzliche Tötungsdelikte, die sich gegen eine Frau oder ein Mädchen richten, und die unter anderem darauf zurückzuführen sind, dass das Opfer weiblich und daher potenziell sexistischer Diskriminierung ausgesetzt war. Dieser Geschlechtsbezug kann sich einerseits aus einem sexistischen Motiv der Tatperson ergeben (enger motivbezogener Femizidbegriff). Andererseits kann er daraus resultieren, dass Frauen aufgrund ihrer Stellung in der (deutschen) Gesellschaft für bestimmte Arten von Tötungsdelikten besonders vulnerabel sind (weiter soziostruktureller Femizidbegriff). FemiziDE analysierte mit quantitativen und qualitativen Methoden die Strafverfahrensakten zu fast allen 334 versuchten und vollendeten Tötungsdelikten mit mindestens einem weiblichen Opfer, die im Jahr 2017 in verschiedenen Bundesländern (Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen sowie in ausgewählten Städten Nordrhein-Westfalens) polizeilich erfasst worden waren. Auf dieser Grundlage wurden Falltypen von Femiziden gebildet. Außerdem konnten sowohl die polizeilichen Maßnahmen im Vorfeld der Taten als auch die anschließende rechtliche Bewertung durch die Gerichte in den Blick genommen werden.

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