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<title>Beiträge des Arbeitskreises Japanische Religionen</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/53299</link>
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<pubDate>Tue, 12 May 2026 02:52:55 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-05-12T02:52:55Z</dc:date>
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<title>Inventing a State Ceremony: Ottmar von Mohl, Jinmu-tennô and the Proclamation of the Meiji Constitution on February 11th 1889</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/77117</link>
<description>Inventing a State Ceremony: Ottmar von Mohl, Jinmu-tennô and the Proclamation of the Meiji Constitution on February 11th 1889
Antoni, Klaus; Antoni, Yvonne
February 11th 1889 marks one of the sharpest historical turning points of modern Japan. On this day, the Constitution of the Empire of Japan was officially proclaimed by means of a state ceremony conducted by the Meiji Tennô. The date of the proclamation referred back to a mythic-legendary event, the accession of Jimmu Tennô, ostensibly the first emperor of Japan and alleged founder of the empire in the year 660 BC. Although the entirely mythic-legendary fictive character of both, this “first Tennô” as well as the founding date itself, has long been proven by historical research, this date has been and is to this day (kenkoku-kinen-bi, “Day of the Foundation of the Empire”) attributed high significance for national politics.&#13;
In accordance with the imperial court's modernization efforts, the conception of the constitution's celebration on February 11th 1889 was incumbent upon the Imperial Palace Ministry (kunaishô), to which the Prussian diplomat Ottmar von Mohl (1846-1922) also belonged as foreign consultant. From his records the terms, as well as diverse problems, of the development of an appropriate ceremonial – which sought to do equal justice to the requirements of Japanese tradition and those of a modern state in the sense of the late 19th century – become apparent.&#13;
This article examines the tense relationship between traditional Japanese and modern European court ceremonial in this context. The focus is on the synthesis of state ceremonies especially with regards to the Japanese-German exchange. While doing so, the article addresses fundamental problems of the so-called Invented Traditions as well as the forces of globalization in the context of the development of nation states in this historical period.; Der 11. Februar 1889 markiert eine der schärfsten historischen Zäsuren des modernen Japans. An diesem Tag wurde mit einer feierlichen Staatszeremonie unter Leitung des Meiji-Tennô die Verfassung des Kaiserreiches Japan offiziell verkündet. Das Datum der Proklamation rekurrierte dabei auf ein mythisch- legendäres Ereignis, die Thronbesteigung Jinmu-Tennôs, des vermeintlich ersten Kaisers von Japan und angeblichen Gründers des Reiches im Jahr 660 v. Chr. Obgleich von der historischen Forschung die rein mythisch-legendäre Fiktivität sowohl jenes „ersten Tennô“ als auch des Gründungsdatums selbst seit langem erwiesen sind, kam und kommt dem Datum bis auf den heutigen Tag (kenkoku-kinen-bi „Reichsgründungstag“) eine hohe staatspolitische Bedeutung zu. &#13;
Im Einklang mit den Modernisierungsbestrebungen des Kaiserhofes oblag die Konzipierung der Verfassungsfeierlichkeiten vom 11. Februar 1889 dem Kaiser- lichen Hofministerium (kunaishô), dem als ausländischer Berater auch der preußische Diplomat Ottmar von Mohl (1846-1922) angehörte. Aus seinen Aufzeichnungen gehen die Modalitäten, wie auch diversen Probleme, bei der Entwicklung eines passenden Zeremoniells hervor, das der japanischen Tradition ebenso gerecht zu werden suchte wie den Erfordernissen eines modernen Staates im Sinne des ausgehenden 19. Jahrhunderts. &#13;
Der Artikel setzt sich zum Ziel, das Spannungsverhältnis zwischen traditionell-japanischem und modern-europäischem Hofzeremoniell in diesem Kontext zu untersuchen. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht die Synthese staatlicher Zeremonien insbesondere im Hinblick auf den japanisch-deutschen Austausch. Dabei werden ebenso auch Grundprobleme der sog. Erfundenen Traditionen (Invented Traditions) thematisiert wie die Globalisierungskräfte im Kontext des Entstehens von Nationalstaaten in jener historischen Epoche.
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<pubDate>Sun, 01 Jan 2017 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/10900/77117</guid>
<dc:date>2017-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Die Verfassungsverstöße des Nachkriegs-Tennô und ihre Rechtfertigung</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/77116</link>
<description>Die Verfassungsverstöße des Nachkriegs-Tennô und ihre Rechtfertigung
Lokowandt, Ernst
Der japanische Kaiser herrscht auf der Basis und mithilfe der Shintô-Zeremonien – trotz der Verfassung. Die Zeremonien haben Vorrang vor jedem anderen Handeln. Tennô tritt sein Amt aufgrund der Shintô-Zeremonien an und wird zum Schluss mit Shintô-Zeremonien beerdigt – auf Kosten des Staates. Die Staatsspitzen nehmen – verfassungswidrig – an den Zeremonien teil.&#13;
Der Tennô ist außerdem weltlicher Herrscher. Er erhält – unabhängig von der Verfassung – von den zurückgekehrten Botschaftern Einzelheiten über ihre Einsatzorte. Er erfährt – unabhängig von der Verfassung – von den Gouverneuren der einzelnen Präfekturen die Einzelheiten über ihre Probleme. Er erhält – unabhängig von der Verfassung – von der Staatsführung wie aus einzelnen Ministerien vertrauliche Mitteilungen.  &#13;
Der Tennô wird nicht von der Verfassung definiert – wenn er das wäre, wären die nötigen Ausnahmen sehr schwer zu beschreiben – sondern ist in die Verfassung inkorporiert. Wo immer der Tennô in der Verfassung behandelt wird, geschieht das nie aufgrund der Trennungsbestimmungen, sondern immer aufgrund der Civil Religion. Japan gehört einem anderen Religionskreis an als Deutschland. Seine Verfassungsverstöße wären in Deutschland Verfassungsverstöße, in Japan nicht.; The Japanese emperor reigns with the help and on the basis of Shintô ceremonies – despite the constitution. The ceremonies have pre-eminence over all other activities. The Tennô begins his career with Shintô ceremonies and is buried according to Shintô rites – at the expense of the state. The rulers of the state participate in the ceremonies – despite the constitution.&#13;
The Tennô is also secular ruler. He is briefed by the returning ambassadors – outside of the constitution – about the different areas of the world. He is briefed by the governors of the prefectures – outside of the constitution – about the merits and demerits of their prefectures. He receives – outside of the constitution – confidential communications by the government or by different ministries.&#13;
The position of Tennô is not defined by the constition. If it were, it would be difficult to explain all the exemptions to the constitution. Rather, he is incorporated into the constitution. Whenever the Tennô is acted on by the constitution, he is seen through the lense of Civil Religion and never through the priciples of the separation of state and religion. Japan belongs to a different civilization than Germany. The afore mentioned violations against the constitution would be violations in Germany, they are not in Japan.
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<pubDate>Sun, 01 Jan 2017 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2017-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Vom Wunder zur Magie: Frühe japanische Christenwunder in west-östlicher Literatur</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/67489</link>
<description>Vom Wunder zur Magie: Frühe japanische Christenwunder in west-östlicher Literatur
Schauwecker, Detlev
Christenwunder während der frühen Jesuiten-Japanmission (spätes 16./frühes 17. Jh.) wurden trotz interner Infragestellung lebhaft nach Europa gemeldet und fanden in der dortigen Literatur dankbare Aufnahme. In christenfeindlichen Schriften Japans werden sie später als Zaubertrick und Magie dargestellt, wie umgekehrt buddhistische Wunder in den Christenschriften als Teufelsmagie erschienen.&#13;
Dieser Artikel fragt nach Faktoren, die die Darstellungsweise der umstrittenen Christenwunder beeinflusst haben.; In spite of internal doubts and debates among priests of the early Jesuits’ mission period in Japan (late 16th/early 17th century), Christian miracles were frequently reported to Europe and flourished in local literature. In contrast, Buddhist miracles were described in European texts as devil’s magic. Likewise, Christian miracles noted in "anti-Christian" Japanese literature were mutated to denote magic or trickery. This article examines the reasons and ways in which Christian miracle stories were produced.
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<pubDate>Thu, 01 Jan 2015 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2015-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Mythengewänder des Buddhismus: Darbietungen der Sieben Patriarchen der Jodo Shinshu</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/67488</link>
<description>Mythengewänder des Buddhismus: Darbietungen der Sieben Patriarchen der Jodo Shinshu
Rüsch, Markus
Patriarchen übernehmen in der Geschichte des Buddhismus eine zentrale Funktion. Durch die Bestimmung solcher Vorboten einer bestimmten Schule gelingt es, die in der Regel komplexe Genealogie auf wenige Persönlichkeiten abzukürzen und somit verständlicher zu machen. Bezugnahmen auf Patriarchen lassen sich in zwei Formen denken. Zum einen kann eine Schule auf sie mittels doktrinärer Bezüge verweisen. Dies geschieht, wenn ein doktrinärer Text Zitate der Patriarchen anführt. Die andere mögliche Bezugnahme ist die Verarbeitung mittels sagenhafter Erzählungen, die das Bewusstsein um diese wichtigen Persönlichkeiten in einer religiösen Gruppierung festigt. Die Untersuchung der Mechanismen innerhalb dieser zweiten Bezugnahme ist Inhalt des vorliegenden Aufsatzes. Die sagenhaften Erzählungen werden als Mythen definiert, um unter Zuhilfenahme der Mythosuntersuchungen von Roland Barthes und Rudolf Bultmann die Frage stellen zu können, wie Patriarchenmythen im ständigen Prozess der Lehrexegese reproduziert werden und welche Neubildungen dabei zu beobachten sind. Zentrale These ist, dass zum einen Lehrtexte und Mythen konstitutiv miteinander verwoben sind und zum anderen Mythen ebenso wie doktrinäre Texte stets von sich heraus Neubearbeitungen fordern.&#13;
Als Beispiel dieser Mythenbildungsprozesse wird der Mythos der Sieben Patriarchen der in Japan von Shinran (1173-1262) gegründeten buddhistischen Jōdo Shin-Schule herangeführt. Hierbei werden zum einen der von Shinran selbst geschaffene Mythos und zum anderen jeweils eine Neubearbeitung aus dem 15., 18. und 19. Jahrhundert miteinander verglichen und analysiert. Es wird abschließend diskutiert, wie ein Mythos dem Leser seinen Gegenstand gleichzeitig mit Entfremdung und Nahbarmachung präsentiert und wie dabei die Gültigkeit dieser Präsentation im Laufe historischen Wandels stets neu eingelöst werden muss.; Patriarchs play a significant role in the history of Buddhism. Establishing a certain number of predecessors helps shorten the – usually complex – genealogy of a given sect to a distinct, easily understood and memorized, number of important figures. References to Patriarchs can be imagined in two ways. One is based on doctrine and occurs when a doctrinal text presents quotations of the patriarchs. The other possible way of reference lies in legendary tales which support the awareness of these eminent people within a religious group. This paper analyzes this second kind of references. Legendary tales are here defined as myths in order to build on Roland Barthes and Rudolf Bultmann’s analyses of myths when investigating how myths about patriarchs are reproduced during the permanent process of doctrinal exegeses, and which new formations can be observed. The main assumptions are that doctrinal texts and myths are fundamentally connected and that both types of texts naturally require constant readaptations.&#13;
As an example for these processes in the constructions of myths I analyze the myth about the Seven Patriarchs, which can be observed in the Japanese Buddhist Jōdo Shin-sect founded by Shinran (1173-1262). In this paper I compare and discuss the myth created by Shinran himself and one new adaptation each from the 15th, 18th and 19th centuries. Finally I argue that a myth presents its contents to its readers simultaneously through processes of alienation and of familiarization and that this function continually has to be revalidated adapting to historical changes.
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<pubDate>Thu, 01 Jan 2015 00:00:00 GMT</pubDate>
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<dc:date>2015-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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