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<title>6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/42132</link>
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<pubDate>Tue, 12 May 2026 19:41:15 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-05-12T19:41:15Z</dc:date>
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<title>Die AKP als moderner Prinz. Hegemonie, Autoritarismus und gesellschaftliche Kämpfe</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/178995</link>
<description>Die AKP als moderner Prinz. Hegemonie, Autoritarismus und gesellschaftliche Kämpfe
Kayserilioğlu, Alp
Die Dissertation ist gesperrt bis zum 19. März 2028 !; In der Doktorarbeit wird die These vertreten, dass die AKP als „moderner Prinz“ eine große Legitimitäts- und Wirtschaftskrise der hegemonialen Ordnung Anfang der 2000er-Jahre erfolgreich bewältigt hat, indem sie eine autoritäre und regulierte Form des Neoliberalismus stabilisierte. Dies beinhaltete zunächst auch, den inkonsequenten Demokratisierungsprozess in der Türkei der 1990er-Jahre fortzusetzen. Die AKP nutzte die in dieser Zeit gewonnene Legitimität und verfolgte eine komplexe hegemoniale Strategie in verschiedenen Politikbereichen und sozialen Sphären, um sich die politische Führung sowohl über den Staat als auch über die Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig eine starke relative Autonomie gegenüber wirtschaftlichen Zwängen und anderen Interessen von Eliten zu erringen. Strukturelle Entwicklungen – wie die Krise des Akkumulationsregimes seit 2013 – und kontingente Ereignisse wie der Gezi-Aufstand 2013 und der gescheiterte Militärputsch 2016 spielten jedoch eine entscheidende Rolle bei der Neugestaltung der Dynamik der AKP-Hegemonie. Diese Entwicklungen lösten einen widersprüchlichen Prozess aus, der durch eine Hegemoniekrise, Versuche einer autoritären (Re-)Konsolidierung und demokratische Resilienz gekennzeichnet ist – ein Prozess, der die Türkei der AKP-Ära von den 2010er-Jahren bis heute prägt. Die Arbeit rekonstruiert und analysiert daher systematisch und kritisch die Entstehung, Struktur und Entwicklung der hegemonialen Beziehungen, die in der Türkei während der AKP-Ära etabliert wurden, sowie den gesellschaftlichen Widerstand dagegen.
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<pubDate>Sun, 19 Mar 2028 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/10900/178995</guid>
<dc:date>2028-03-19T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Human Capital and Institutions in Health: Evidence on Outcomes and Behaviours</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/178992</link>
<description>Human Capital and Institutions in Health: Evidence on Outcomes and Behaviours
Namubiru, Caroline
Health outcomes and health-related behaviours vary markedly across and within countries globally. Some populations achieve long, healthy lives, while others continue to face enduring disadvantages in health, development, and survival. This dissertation contributes to the empirical evidence on the effects of human capital and institutions on health outcomes and behaviours. It examines how historical and contemporary dimensions of human capital and institutional development influence population health across sub-Saharan Africa and beyond. The first study investigates whether elite numeracy during the seventeenth to nineteenth centuries continues to affect contemporary health outcomes. Using subnational data from 44 sub-Saharan African countries and an instrumental variable approach based on proximity to historical centres, the analysis shows that regions with higher historical elite numeracy show higher life expectancy and lower malaria prevalence today. These effects persist after controlling for historical, geographic, and contemporary factors, highlighting the path-dependent influence of early human capital on modern health outcomes. &#13;
The second examines how contemporary individual-level health literacy and health &#13;
numeracy relate to malaria prevention and treatment behaviours in Gabon. Drawing &#13;
on a cross-sectional household survey and validated psychometric scales, the results &#13;
show that health literacy and numeracy are associated with behaviours. Numeracy &#13;
supports treatment-seeking decisions, while literacy promotes correct dosing and &#13;
engagement with healthcare providers. Mediation analysis demonstrates that literacy &#13;
influences behaviours indirectly through information-seeking, emphasising the role of &#13;
knowledge in shaping health actions. The third study analyses the role of institutional &#13;
quality and development aid in shaping the malaria burden across 38 sub-Saharan &#13;
African countries (2010 to 2022). Using spatial econometric methods, the study finds that &#13;
stronger institutions, higher health worker density, and increased aid are associated &#13;
with higher reported malaria burden, likely reflecting improved detection and reporting. &#13;
Malaria outcomes are driven more by local conditions, with limited spillovers revealing &#13;
a need for localised health system strengthening alongside coordinated regional &#13;
interventions. The fourth study evaluates the effect of compulsory education laws on &#13;
health inequality, using height inequality as a biological marker of nutritional and &#13;
developmental disparities across 62 countries from 1810 to 2000. Employing a &#13;
staggered difference-in-differences design, the results indicate that compulsory &#13;
education reduced height inequality on average. The findings suggest that education &#13;
policies can meaningfully narrow health disparities over time, but their success hinges &#13;
on both the institutional environment and the timing of adoption.
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<pubDate>Mon, 11 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/10900/178992</guid>
<dc:date>2026-05-11T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Individual physical health risk management of elite athletes: An interdisciplinary approach</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/178917</link>
<description>Individual physical health risk management of elite athletes: An interdisciplinary approach
Bursik, Jan
Diese Dissertation untersucht, wie Spitzensportler*innen körperliche Gesundheitsrisiken wahrnehmen, bewerten und handlungspraktisch bewältigen. Der Hochleistungssport stellt ein strukturell risikobehaftetes Umfeld dar. Athlet*innen sind kontinuierlich Bedingungen ausgesetzt, die die Belastungsgrenzen des Körpers herausfordern und psychischen Stress erzeugen – oftmals mit dem Ziel der Hochleistung und auf Kosten der eigenen Gesundheit. Als Reaktion darauf haben sich unterschiedliche Risikoverhaltensweisen, wie Performing Hurt (die Teilnahme an Training oder Wettkämpfen trotz Schmerzen, Verletzungen, oder Krankheit) oder der Gebrauch von Schmerzmitteln, als normalisierte Bewältigungsstrategien etabliert. Trotz der weiten Verbreitung solcher Risikoverhaltensweisen ist die Forschung zum Management von körperlichen Gesundheitsrisiken im Sport bislang unvollständig und nur innerdisziplinär verortet.&#13;
Diese Dissertation begegnet dieser Forschungslücke mit der Erstellung eines interdisziplinären Bezugsrahmens, der theoretische und methodologische Perspektiven aus der Sportmedizin, Sportpsychologie und Sportsoziologie integriert. Der konstruktivistische Konzeptzugang ermöglicht es, Risiken nicht als objektive Gegebenheiten, sondern als individuell erlebte und interpretierte Bedrohungen zu verstehen, die an der Schnittstelle von medizinischen Diagnosen und sozialen Bedeutungen zu verorten sind. Die Arbeit knüpft an Literatur zu bestehenden Risiko-Konzeptualisierungen innerhalb der beteiligten Disziplinen an. &#13;
Den Kern der Dissertation bilden fünf empirische Studien, die untersuchen: (1) wie Handballspieler*innen im Laufe ihrer Karriere mit körperlichen Gesundheitsrisiken umgehen, (2) welche subjektiven Bedeutungen Verletzungen für Athlet*innen haben, (3) wie psychosoziale Faktoren das Phänomen des Performing Hurt in Sport, Musik und Tanz beeinflussen, (4) wie verbreitet der Gebrauch von Schmerzmitteln im Spitzenhandball ist und (5) welche Risikoprofile für Selbstmedikation identifiziert werden können. Methodisch kommen quantitative Erhebungen, qualitative Interviews und systematische Literaturanalysen zum Einsatz.&#13;
Diese Dissertation hat drei Hauptergebnisse. Erstens zeigt die Dissertation, dass das Management körperlicher Gesundheitsrisiken im Spitzensport ein individueller Aushandlungsprozess ist, der maßgeblich durch subjektive Wahrnehmungen, Bewertungen und praktische Bewältigungsstrategien geprägt wird. Zweitens offenbart die Analyse, dass Risikowahrnehmung, -bewertung und -bewältigung dynamisch verlaufen und sich im Laufe sportlicher Karrieren verändern – beeinflusst von Kontext, Identität und Status. Drittens zeigt sich, dass die Teilprozesse des Managements körperlicher Gesundheitsrisiken eng miteinander verwoben und Resultat individueller Risikokonstruktionen sind. Durch die disziplinübergreifende Integration medizinischer, psychologischer und soziologischer Perspektiven leistet diese Arbeit einen Beitrag zu einem interdisziplinären und athlet*innenzentrierten Verständnis gesundheitsbezogener Entscheidungen.; This dissertation examines how elite athletes perceive, evaluate, and practically manage physical health risks. High-performance sport constitutes a structurally risk-laden environment in which athletes are continuously exposed to conditions that push the limits of the body and generate psychological stress—often in pursuit of peak performance and at the expense of their own health. As a response, various risk-related behaviors, such as performing hurt (participating in training or competition despite pain, injury, or illness) or the use of pain medication, have become normalized coping strategies.&#13;
&#13;
Despite the widespread nature of such behaviors, research on the management of physical health risks in sport remains incomplete and largely confined within individual disciplines. This dissertation addresses this gap by developing an interdisciplinary framework that integrates theoretical and methodological perspectives from sports medicine, sport psychology, and sport sociology. A constructivist conceptual approach is employed, enabling risks to be understood not as objective entities, but as individually experienced and interpreted threats situated at the intersection of medical diagnoses and social meanings.&#13;
&#13;
The dissertation builds on existing literature on risk conceptualizations within the respective disciplines. At its core are five empirical studies that investigate: (1) how handball players manage physical health risks over the course of their careers, (2) the subjective meanings that injuries hold for athletes, (3) how psychosocial factors influence the phenomenon of performing hurt across sport, music, and dance, (4) the prevalence of pain medication use in elite handball, and (5) the identification of risk profiles related to self-medication. Methodologically, the research combines quantitative surveys, qualitative interviews, and systematic literature reviews.&#13;
&#13;
The dissertation yields three main findings. First, it demonstrates that the management of physical health risks in elite sport is an individual negotiation process, strongly shaped by subjective perceptions, evaluations, and practical coping strategies. Second, it reveals that risk perception, evaluation, and management are dynamic processes that evolve over the course of athletic careers, influenced by context, identity, and status. Third, it shows that these sub-processes are closely interrelated and are the result of individual constructions of risk.&#13;
&#13;
By integrating medical, psychological, and sociological perspectives across disciplines, this work contributes to a more comprehensive, interdisciplinary, and athlete-centered understanding of health-related decision-making in elite sport.
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<pubDate>Tue, 05 May 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/10900/178917</guid>
<dc:date>2026-05-05T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Vergleichende Analyse von Transitional Justice in Geschichtsschulbüchern: Sekundarstufe II in Baden-Württemberg und Taiwan: Eine qualitativ-inhaltsanalytische Untersuchung entlang der UNESCO-Dimensionen</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/178641</link>
<description>Vergleichende Analyse von Transitional Justice in Geschichtsschulbüchern: Sekundarstufe II in Baden-Württemberg und Taiwan: Eine qualitativ-inhaltsanalytische Untersuchung entlang der UNESCO-Dimensionen
Chen, Yen-Hsiu
Diese Dissertation untersucht, wie das Konzept der Transitional Justice im schulischen Kontext vermittelt wird. Im Zentrum steht die Analyse von Geschichtsschulbüchern aus Deutschland und Taiwan in Bezug auf die Darstellung politischer Repression und die Aufarbeitung staatlichen Unrechts. Ziel ist es, zu bestimmen, in welchem Umfang die fünf Prinzipien der Transitional Justice berücksichtigt werden. Dazu zählen die Wahrheitsfindung, die Strafverfolgung, die Wiedergutmachung, die Garantien der Nichtwiederholung sowie die Erinnerungsarbeit. Ergänzend wird analysiert, inwieweit die sechs didaktischen Dimensionen der UNESCO zur Geschichtsvermittlung in den Schulbüchern Anwendung finden.&#13;
Die Analyse basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) und verwendet einen deduktiv entwickelten Kodierleitfaden. Die Analyse zeigt, dass deutsche Schulbücher kognitive Analyse und strukturelle Systemkritik betonen, während in Taiwan affektiv-reflexive Ansätze mit biografischer Nähe und moralischer Sensibilisierung dominieren. In beiden Ländern stehen Wahrheitsfindung und Garantien der Nichtwiederholung im Fokus, wobei taiwanesische Lehrwerke zusätzlich die Wiedergutmachung und erinnerungskulturelle Anerkennung besonders hervorheben. Der Begriff „Transitional Justice“ wird nur in Taiwan explizit eingeführt. Beide Länder verfolgen komplementäre Ansätze, deren integrative Verbindung ein zukunftsweisendes Potenzial für historisch-demokratische Bildung bietet.&#13;
Auf Grundlage dieser Beobachtungen empfiehlt die Studie eine Verbindung kognitiver und affektiver Zugänge im Geschichtsunterricht. Das entwickelte Analyseraster stellt eine praxisnahe Grundlage zur Qualitätsentwicklung von Unterrichtsmaterialien dar und kann als Instrument zur Evaluation schulischer Geschichtsdarstellungen im Sinne historischer Gerechtigkeit dienen.
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<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://hdl.handle.net/10900/178641</guid>
<dc:date>2026-04-28T00:00:00Z</dc:date>
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