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<title>Psycho-Neuro-Endokrinologie</title>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/154475</id>
<updated>2026-05-13T14:42:27Z</updated>
<dc:date>2026-05-13T14:42:27Z</dc:date>
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<title>Der Einfluss von Steroidhormonen und Empathie auf moralisches Entscheidungsverhalten</title>
<link href="http://hdl.handle.net/10900/160236" rel="alternate"/>
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<name>Klink, Niklas</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/160236</id>
<updated>2025-01-27T08:13:15Z</updated>
<published>2025-01-20T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Der Einfluss von Steroidhormonen und Empathie auf moralisches Entscheidungsverhalten
Klink, Niklas
Das Ziel dieser Arbeit war zum einen zu eruieren, inwieweit Östradiol bzw. Kortisol und Empathie die moralische Entscheidungsfindung einzeln und gemeinsam beeinflussen. Es wurde auf Basis der Literatur davon ausgegangen, dass Östradiol und Kortisol sowohl allein als auch gemeinsam die moralische Entscheidungsfindung beeinflussen (Ambrase et al., 2021, Uban et al., 2012, Mehta and Josephs, 2010, Barel et al., 2017, Kluen et al., 2017, Buchanan et al., 2020). Weiterhin wurde davon ausgegangen, dass die Effekte für Männer und Frauen verschieden ausfallen. Verschiedene Studien fanden bei Frauen eine Präferenz für normenorientiertes, deontologisches Entscheiden und bei Männern für konsequenzorientiertes, utilitaristisches Entscheiden (Armstrong et al., 2019, Capraro and Sippel, 2017, Fumagalli et al., 2010, Friesdorf et al., 2015). Aufgrund der Verknüpfung von Empathie sowohl mit moralischen Entscheidungsprozessen als auch mit Sexualhormonen, wurde ebenfalls ein Einfluss von Empathie allein und in Kombination mit den Hormonen auf moralische Entscheidungen vermutet (Conway and Gawronski, 2013, Cecchetto et al., 2018, Pascual-Sagastizabal et al., 2019). Zur Bestimmung des moralischen Entscheidungsverhaltens wurde das sogenannte CNI-Modell (C – Consequences, N – Norms, I – InAction)  von Gawronski et al. (2017), in einer erweiterten Fassung verwendet. Die Bestimmung der Hormonwerte erfolgte mittels venöser Blutentnahme. Zur Bestimmung des Persönlichkeitsmerkmals Empathie wurde auf Basis des Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogen zur Messung von Empathie (Paulus, 2009) ein Gesamt-Empathiescore für jede Testperson gebildet. In die Studie wurden 133 Versuchspersonen eingeschlossen, davon 63 männlich und 70 weiblich. Aufgrund der zirkadianen Rhythmik der Kortisolausschüttung absolvierte ca. die Hälfte der Männer und Frauen die Studie am Vormittag, die andere Hälfte am Nachmittag. &#13;
Es ergaben sich keine Geschlechterdifferenzen für utilitaristische moralische Entscheidungen, deontologische moralische Entscheidungen oder generelle Präferenz für (In-)Aktivität bei moralischen Entscheidungen. Lediglich die Vormittagsgruppe entschied stärker deontologisch als die Nachmittagsgruppe. Frauen entschieden durchschnittlich empathischer als Männer. In Korrelationsanalysen ergaben sich positive Zusammenhänge zwischen Kortisol bzw. Östradiol und den CNI-Parametern, mit unterschiedlichen Ergebnissen für Männer und Frauen. Insgesamt war Östradiol bei Männern mit verstärkter Aktivität assoziiert und bei Frauen mit verstärkt utilitaristischem Entscheiden. Kortisol war, genau wie Empathie, für keine Gruppe mit einem bestimmten Entscheidungsverhalten assoziiert. Um den gemeinsamen Einfluss der Hormone auf moralische Entscheidungen zu testen, wurden Korrelationen mit der Ratio Kortisol/Östradiol und den CNI-Parametern berechnet. Auch hier ergaben sich Zusammenhänge mit den Steroidhormonen, wieder mit Unterschieden im Geschlechtervergleich. In Moderationsanalysen konnten diese gemeinsamen Effekte der Hormone jedoch nicht bestätigt werden. Lineare Regressionsanalysen konnten die Ergebnisse der einzelnen Hormon-CNI-Korrelationen bestätigen und fanden weiterhin einen positiven Effekt von Kortisol auf deontologisches Entscheiden für die weibliche und die Gesamtkohorte. Es fanden sich signifikante gemeinsame Zusammenhänge von Östradiol und Empathie bzw. Kortisol und Empathie in Auswirkung auf das moralische Entscheidungsverhalten für mehrere Gruppen. Es ergaben sich auch hier für Männer und Frauen unterschiedliche Ergebnisse. &#13;
Die Ergebnisse dieser Arbeit bestätigen somit den Einfluss von Östradiol und Kortisol auf die moralische Entscheidungsfindung. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass sich diese Einflüsse für Männer und Frauen unterscheiden, teils scheint auch die zirkadiane Hormonschwankung die Ergebnisse zu beeinflussen. Es wurde ebenfalls gezeigt, dass Empathie und Östradiol bzw. Kortisol das moralische Entscheiden in gewissen Konstellationen gemeinsam beeinflussen. Auf Basis dieser Ergebnisse wäre für zukünftige Studien vor allem eine größere weibliche Stichprobe mit Kontrolle nach Zyklusphase, eine Langzeitbestimmung der Hormonspiegel, evtl. mit Kontrolle der Zyklusphase und eine Differenzierung zwischen situativ oder zirkadian erhöhtem, normalwertigem und chronisch erhöhtem Kortisol interessant.
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<dc:date>2025-01-20T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Meta-Analyses Investigating Basal and Stress-Induced Cortisol Levels in Schizophrenia</title>
<link href="http://hdl.handle.net/10900/154773" rel="alternate"/>
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<name>Luther, Teresa</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/154773</id>
<updated>2024-08-01T15:18:37Z</updated>
<published>2022-01-19T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Meta-Analyses Investigating Basal and Stress-Induced Cortisol Levels in Schizophrenia
Luther, Teresa
Evidence is accumulating for dysregulation of the hypothalamic-pituitary-adrenal (HPA) axis &#13;
in schizophrenia, with several studies pointing to a central role for cortisol in this severe &#13;
psychiatric disorder. Elevated cortisol levels in the morning and a blunted cortisol awakening &#13;
response (CAR) are common findings in patients with schizophrenia compared to healthy &#13;
controls. However, inconsistent conclusions have been drawn regarding afternoon and evening &#13;
cortisol levels, as well as with cortisol reactivity to psychosocial and physical stress in &#13;
schizophrenia. Therefore, we performed meta-analyses comparing patients with schizophrenia &#13;
to healthy controls on several cortisol outcomes to improve our understanding of HPA axis &#13;
dysregulation in schizophrenia. Our analyses revealed schizophrenia to be associated with &#13;
significantly elevated baseline cortisol levels both in the morning and in the evening. However, &#13;
no significant group differences were found in afternoon cortisol levels and, contrasting &#13;
previous meta-analytic findings, we also did not find evidence for an altered CAR in &#13;
schizophrenia. Our results on cortisol stress reactivity indicate a similar pattern of cortisol &#13;
secretion in patients with schizophrenia and healthy controls in response to mental and &#13;
physiological stress. Overall, we found meta-analytic evidence of time-specific alterations in &#13;
baseline cortisol secretion in association with schizophrenia. The lack of differences in cortisol &#13;
response to stress in our findings should be interpreted cautiously given the paucity of studies &#13;
investigating mental and physiological stress in schizophrenia. This work highlights the need &#13;
for further empirical investigation and warrants replication studies related to the current &#13;
findings in order to gain insight into how schizophrenia and HPA axis functioning are related.
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<dc:date>2022-01-19T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Der Einfluss von Akutstress auf das Arbeitsgedächtnis</title>
<link href="http://hdl.handle.net/10900/152845" rel="alternate"/>
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<name>Schulte, Christina Maria</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/152845</id>
<updated>2024-04-18T12:25:32Z</updated>
<published>2024-04-15T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Der Einfluss von Akutstress auf das Arbeitsgedächtnis
Schulte, Christina Maria
Stress und seine Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit der &#13;
Menschen werden für unsere Gesellschaft zu einem immer relevanteren &#13;
Thema. So ist auch die Auswirkung von Akutstress auf die kognitiven &#13;
Leistungen, wie zum Beispiel die Arbeitsgedächtnisleistung in den Fokus der &#13;
Wissenschaft gerückt. Hierbei erschweren die Individualität der Stressreaktion, &#13;
der verschiedenen Stressverfahren und die interindividuellen Stressreaktivität &#13;
der Proband*innen die Forschung in der Stressauswirkung auf exekutive &#13;
Funktionen stark. Eine systematische Untersuchung des Zusammenhangs von &#13;
Stress und der Arbeitsgedächtnisleistung führen zu teils divergenten &#13;
Ergebnissen in der Stressforschung. &#13;
In der vorliegenden Arbeit wurde speziell die akute Stressauswirkung auf das &#13;
Arbeitsgedächtnis als Teil der exekutiven Funktionen untersucht. Die Leistung &#13;
wurde dabei in einem Prä-Post-Design anhand des n-back analysiert. Mit den &#13;
Paradigmen MAST und ScanStress machten wir uns wichtige Merkmale eines &#13;
validen Stressprotokolls zu nutze. Cortisol-Speichelproben und Fragebögen &#13;
zum subjektiven Stresserleben, Affekt und Ängstlichkeit wurden erhoben, um &#13;
die Stressinduktion zu belegen, Auswirkungen der Paradigmen zu vergleichen &#13;
und die Stressauswirkungen auf die Arbeitsgedächtnisleistung gegenüber der &#13;
bisherigen Forschung zu beleuchten.&#13;
Wir konnten sowohl auf Cortisolebene, sowie subjektiver Stressebene mit Affekt &#13;
und Ängstlichkeit eine Stressinduktion nachweisen, wobei die Cortisol-Responderrate im Vergleich zu anderen Forschungsergebnissen geringer ausfiel. Bei dem Vergleich der Paradigmen zeigte sich eine höhere Cortisol-Responderrate im MAST. Für die untersuchte Arbeitsgedächtnisleistung stellten wir, entgegen unserer Annahme, eine Verbesserung der Arbeitsgedächtnisleistung fest. Dies wurde im Zusammenhang mit der direkten und indirekten Wirkung von Cortisol, seinen Mechanismen und Rezeptoren und der Auswirkung der gleichzeitigen adrenergen Aktivierung diskutiert, sowie auf die Wirkung durch die soziale Bedrohung der Paradigmen und die individuelle Stressreaktivität der Stichprobe bewertet.&#13;
Insgesamt bietet diese Arbeit, trotz geringer Cortisol-Responderrate, ein valides Stressprotokoll und grundlegende Ansätze für die zukünftige Forschung an der Arbeitsgedächtnisleistung.
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<dc:date>2024-04-15T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Positive Selbstinstruktion im Umgang mit negativer sozialer Evaluation: Neuronale und subjektive Reaktionen</title>
<link href="http://hdl.handle.net/10900/148879" rel="alternate"/>
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<name>Fandel, Hannah Sophie</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/148879</id>
<updated>2024-01-05T02:02:17Z</updated>
<published>2024-01-04T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Positive Selbstinstruktion im Umgang mit negativer sozialer Evaluation: Neuronale und subjektive Reaktionen
Fandel, Hannah Sophie
Negative soziale Bewertung begegnet uns regelmäßig im alltäglichen Leben und hat einen wesentlichen Einfluss auf unseren Selbstwert (Leary et al., 1995; Sommer und Baumeister, 2002). Ziel der vorliegenden Studie war es, die subjektiven und neuronalen Effekte eines Trainings zur „positiven Selbstinstruktion“ in Situationen negativer sozialer Evaluation zu untersuchen. Auf subjektiver Ebene wurde analysiert, ob das Training zu einem Anstieg des Selbstwertes sowie einem geringeren negativen Befinden während negativer sozialer Evaluation beiträgt. Auf neuronaler Ebene wurde eine stärkere Aktivierung im IFG und in der TPJ, die im Rahmen sozialer Interaktion mit innerer Sprache in Zusammenhang stehen, sowie eine verminderte Aktivierung in Amygdala, AI und dACC erwartet, die mit negativer sozialer Evaluation assoziiert sind. &#13;
Methoden: Die Effekte eines Trainings zur „positiven Selbstinstruktion“ während negativer sozialer Bewertung wurden mittels eins Messwiederholungs-Designs (prä- und post-Training-Erhebung mit zwei Gruppen: Trainingsgruppe (TG): n=33, Kontrollgruppe (KG): n=30) untersucht. Hierfür wurden Frauen rekrutiert, die in einem 2-4-wöchigen Training lernten, sich positiv zu instruieren. Vor und nach dem Training wurden ihre Reaktionen auf negative soziale Evaluation, dargestellt durch das Paradigma „soziale Evaluation“, mittels neuronaler BOLD-Aktivität im fMRT sowie subjektiven Stressreaktionen  erhoben.&#13;
Ergebnisse: Subjektive Effekte bestanden darin, dass es das Training eine Zunahme des Selbstwertes bewirkte. Zudem gaben die Probandinnen im Verlauf des Trainings an, die positiven Sätze im Alltag in Zukunft anzuwenden. Während des Paradigmas „soziale Evaluation“ wurde bei der TG ein geringerer negativer Affekt und weniger Erregung bei negativer sowie eine höhere Annehmlichkeit nach dem Training und im Vergleich zur KG bei neutraler Evaluation beobachtet. Auf neuronaler Ebene zeigte sich durch das Training ein negativer Zusammenhang zwischen der Aktivierung im IFG und dem Selbstwert, während innerhalb der KG die Aktivierung in der AI mit dem Selbstwert positiv assoziiert war. Ebenso wurde innerhalb der KG bei T4 eine Tendenz zu einer stärkeren Aktivierung im linken im Vergleich zum rechten dACC beobachtet, was in der TG nicht der Fall war. In der rechten TPJ der TG zeigte sich bei negativem Feedback eine stärkere Deaktivierung, die allerdings bereits vor dem Training bestand.&#13;
Diskussion: Die vorliegende Studie konnte demonstrieren, dass die Verwendung positiver innerer Sprache durch ein Training zur „positiven Selbstinstruktion“ in Situationen negativer sozialer Bewertung zu einer Zunahme des Selbstwertes und einem geringeren negativen subjektiven Empfinden führt. Demnach wurden negative soziale Situationen als weniger belastend  empfunden und konnten besser bewältigt werden. Ebenso ging das Training mit einem nachhaltigen Effekt einher, indem die Probandinnen die „positive Selbstinstruktion“ zukünftig weiter in ihren Alltag integrieren wollen. Auf neuronaler Ebene könnte der negative Zusammenhang der Aktivierung im IFG und dem Selbstwert darauf hindeuten, dass Probandinnen mit einem geringeren Selbstwert durch das Training ihre Emotionen während negativer sozialer Evaluation stärker regulieren (Kogler et. al. 2017). Darüber hinaus zeigten die Probandinnen, die kein Training erhalten hatten, eine stärkere Aktivierung im linken dACC, was einen Hinweis für eine intensivere Reaktion auf soziale Zurückweisung darstellt (Eisenberger und Lieberman, 2003; Somerville et al., 2006) und somit durch ein Training dieses Areal, wie zu Beginn der Studie angenommen, weniger angesprochen wird. Entgegen unserer Erwartung wurde eine stärkere Deaktivierung in der rechten TPJ der TG beobachtet, die ebenfalls mit sozialer Ablehnung assoziiert ist (Somerville et al. 2006). Dies könnte einen Hinweis auf eine stärkere Filterung irrelevanter sozial-affektiver Information zur Regulation der Reaktion auf negative Evaluation darstellen (Bzdok et al., 2013a; Corbetta und Shulman, 2002; Shulman et al., 2007). &#13;
Konklusion: Das Training zur „positiven Selbstinstruktion“ konnte auf subjektiver Ebene unsere Hypothesen bestätigen und somit dazu beitragen, dass negative soziale Situationen als weniger belastend erlebt werden. Auf neuronaler Ebene führte das Training zu einem negativen Zusammenhang zwischen Aktivierung eines emotionsregulierenden Areals (IFG) und sozialem Selbstwert. Demnach zeigte sich durch das Training bei Probandinnen mit geringerem Selbstwert eine stärkere Aktivierung im IFG. Ebenso wurde beobachtet, dass durch die „positive Selbstinstruktion“ Areale, die soziale Zurückweisung verarbeiten (TPJ, dACC), weniger stark rekrutiert wurden. Die Annahmen neuronaler Effekte eines Trainings zur „positiven Selbstinstruktion“, konnten in der vorliegenden Studie nicht vollständig geklärt werden, was am ehesten auf ein Training von zu geringer Dauer zurückzuführen ist. Eine Untersuchung der Wirksamkeit eines Trainings von längerer Dauer auf neuronale Korrelate, bei negativer sozialer Evaluation bei Männern sowie im klinisch-psychiatrischen Kontext, um beispielsweise Ängste im Rahmen sozialer Interaktionen zu minimieren und soziale Situationen besser bewältigen zu können, stellen interessante Ausblicke für die Zukunft dar.
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<dc:date>2024-01-04T00:00:00Z</dc:date>
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